Was ein geiler Blog Relaunch

So…. dem ein oder anderen ist es aufgefallen… der Blog „Hagen Challenge“ war tatsächlich über ein Jahr offline. Das Konzept hatte sich einfach totgelaufen. Ich habe  hier mal angefangen um von meinem Versuch zu schreiben, möglichst viel aus meinem Studium an der Fernuni Hagen rauszuholen. Der Blog sollte mich motivieren trotz Berufstätigkeit und „normalem“ Präsenz Studium dran zu bleiben und meinen Bachelor in Wirtschaftswissenschaften an der FernUni Hagen zu einem guten Ende zu bringen.

Den Challenge-Gedanken habe ich immerhin bis hin zu einem 105 ECTS Semester getrieben und ich bin durch den Blog hier in einem tollen Austausch mit anderen Studenten gewesen.

Daher habe ich auch versucht weiterzumachen obwohl sich meine Lebensunstände sehr verändert haben. 2016 habe ich meine Selbstständigkeit zugunsten eines Vollzeit-Jobs aufgegeben und dabei vollkommen unterschätzt wie gewaltig der Unterschied in Bezug auf das nebenberufliche Studium ist.

Ich hab dann noch versucht ein paar Einträge zu verfassen aber irgendwie war das ganze Projekt nichtmehr „echt“ und deshalb habe ich den gesamten Blog erstmal vom Netz genommen um in Ruhe zu überlegen was ich mit dem ganzen Content machen soll.

Seitdem haben sich einige Dinge ergeben:

  • First things first… Das WiWi Studium an der FU über das ich ursprünglich gebloggt habe ist inzwischen (seit 2016) zufriedenstellend beendet.
  • Statt einem Master of Science an der FU Hagen habe ich mich dazu entschieden direkt einen MBA zu machen. Bin jetzt seit September 2017 fast jedes Wochenende in der Uni (WHU) und habe es noch keine Sekunde bereut.
  • Ich habe Job und Stadt gewechselt und bin jetzt Geschäftsführer Finanzen und Operations bei einem StartUp mit Büros in Düsseldorf, Hamburg und Regensburg

Man kann also festhalten, dass die „Hagen-Challenge“ offiziell vorbei ist und, dass ich diesen Blog jetzt offiziell schließen könnte.

Der Titel dieses Posts und der neue Name des Blogs vermuten lassen habe ich das gar nicht vor.Denn da war ja noch was… ich hatte mich ja zusätzlich noch für das Jura Studium in Hagen eingeschrieben und zumindest anfangs auch mit ganz gutem Erfolg studiert.Was zum damaligen Zeitpunkt noch mit großen Ambitionen vebrunden war hat mich bis heute nicht vollständig losgelassen und ich habe beschlossen, mein Studium als „Hobbyjurist“ fortzusetzen.

Und genau davon handelt der Blog ab jetzt.

WiWi Studium, mein MBA, berufliche Themen, all das wird es auf diesem Blog nicht geben (auch wenn ich auf direkte Anfrage gerne was persönlich davon erzähle). Auch diesen ganzen „10.000 ECTS in einem Semester“-Bullshit, der Teil des alten Blogs war werd ich mir hier klemmen (müssen weil ich eh kaum Zeit hab).   Ich will einfach nur schreiben, mich mit den anderen FernUni Kommilitonen austauschen und ein bisschen was über mein (neues) Hobby erzählen:

Jura studieren.

 

 

 

 

Werbeanzeigen

Studium 2016

Fast ein Jahr habe ich nichts mehr geschrieben. Der Vorteil: Ich kann jetzt ein ganzes Uni-Jahr in einem Post abhaken.

Kurz gefasst:

Sommersemester- Viele Module durchgearbeitet aber Klausurenphase verpasst weil  zu viele Termine bei der Arbeit,   mehrere Notizbücher vollgemacht mit Ideen für meine Masterarbeit in EB aber dann alles nochmal umgestellt inkl. Neustart im Wintersemester – insgesamt eher so semi.

Wintersemester- Seminar in WiWi gepackt, cooles Thema und ordentliche Note (1,7) und  gleich mal Bachelorarbeit angemeldet (hoffentlich dann ab April am Lehrstuhl Scherm) , jetzt vielleicht noch eine oder zwei Klausuren. Außerdem habe ich wieder unzählige Seiten Notizen für die Masterarbeit vollgemacht aber da war dann plötzlich der Prüfer weg. Jetzt auf der Suche nach einem neuen Prüfer.

Lesson learned:

  • Das ist wohl ein Lebensthema von mir aber weniger ist immer noch mehr. Ich gehöre zu den Leuten, die gerne alles auf einmal machen würden und das ist halt Mist. Wer alles machen will schafft am Ende nichts und daher nehme ich mir immer wieder vor meine Ziele zu reduzieren wenn ich sie nicht erreiche (statt sie hochzuschrauben um Boden gutzumachen) und nichts neues anzufangen bevor das Alte nicht in trockenen Tüchern ist und überhaupt nicht so viel über das nachzudenken was ich noch alles machen könnte wenn ich nur… wie gesagt, dass ist wohl so ein  ewiges Thema für mich.
  • Klingt doof, aber frühzeitig Urlaub nehmen für die Klausuren hilft wohl. Klar, berufliche Verpflichtung geht vor aber zumindest ein frühzeitiges Blocken der Zeiträume im Outlook Kalender sollte verhindern, dass man „wichtige“ Termine eingestellt bekommt.

Eins nach dem anderen und Dinge fokussiert zuende bringen. Das sind echt keine großen Weisheiten aber es funktioniert.

Abschluss Wintersemester 15/16

Die letzte Note ist eingetragen und das Wintersemester ist damit offiziell zuende.

Wie schon im letzten Post angerissen war ich an der Fernuni diesmal nicht ganz so aktiv. Insgesamt habe ich nur zwei Module abgeschlossen:

Finanzwirtschaft Grundlagen 2,0: Die Note ist ok aber da wäre deutlich mehr drin gewesen. Finanzwirtschaft Grundlagen ist ein wirklich gutes Wahlmodul für alle, die Investition und Finanzierung interessant fanden. Ein bisschen rechnen muss man schon aber das ist alles gut zu bewältigen.

Allgemeines Verwaltungsrecht 1,3: Allgemeines Verwaltungsrecht rettet mir so ein bisschen das Semester. Ich habe wirklich nicht mit so einer guten Note gerechnet (es fällt mir insgesamt noch ein bisschen schwer, bei Jura Klausuren die Note vorherzusagen).

Insgesamt bin ich mit den Noten dieses Semester zufrieden.

Deutlich besser muss dagegen die Leistungsmenge werden. Das ist jedoch leichter gesagt als getan. Ich verlasse jeden Morgens um 7:00 Uhr das Haus und komme Abends zwischen 19:00 und 21:00 Uhr wieder heim.  Mir bleiben damit  im Grunde nur die späten Abende und die Wochenenden zum lernen, Sport machen, Einkaufen, Schlafen  und vor allem für meine Freundin.

Ich komme im Moment ganz gut voran indem ich regelmäßige Sprint Sessions einlege. Ich bin mal gespannt wie weit mich diese Strategie in diesem Semester bringen wird…

 

 

 

Keine Rekorde mehr.

Ich habe das schon viel zu oft geschrieben aber ich  bin der FernUni unendlich dankbar. Die FernUni hat mir   fachliche Perspektiven und berufliche Chancen eröffnet als ich mit meinem „normalen“ Studium in einer gefühlten Sackgasse steckte. Das Studium an der Fernuni ist jetzt schon, vor dem ersten Abschluss, ein großes, großes Geschenke  und ich hoffe, dass ich diesem Geschenk gerecht werde. Mit harter Arbeit, mit großer Ausdauer und einer Begeisterung, die hoffentlich dem ein oder anderen Mut macht, es auch zu versuchen.

Die Fernuni wird mich auch die nächsten Jahre (bis Jahrzehnte 😉 ) weiter begleiten aber eines wird mir immer klarer. Die Zeit der Rekorde ist vorbei. Im nächsten Jahr steht das Thema professionelle/berufliche Weiterentwicklung voll im Zentrum.  Bisher habe ich als Trainer bei einem kleinen Beratungsinstitut gearbeitet. Ich liebe die große Freiheit die ich dort habe, die Arbeit mit unseren Teilnehmern und die Beratung unserer Kunden, aber ich habe inzwischen das Gefühl das ich auch mal ein größeres Unternehmen von innen sehen muss.  Ich freue mich unglaublich darauf, richtig anzupacken aber das 120 Punkte Semester von dem ich im Sommer noch geträumt habe wird wohl nie Realität werden.  Ich denke, das da wohl kaum mehr als 5 bis maximal 6 Module drin sein werden.  Immerhin soll ja auch das private Glück nicht zu kurz kommen. Meine Befürchtung ist da nur, dass dieser Blog dadurch seinen Reiz verliert. Die „Hagen-Challenge“ trägt ja ihren Namen, weil ich immer wieder versucht habe ein bisschen mehr rauszuholen. Ab 2016 gilt „weniger ist mehr“ und ich hoffe, dass das interessant bleibt.

Zum Schluss  möchte ich mich auch nochmal bei den Kommilitonen bedanken. Wir sehen uns ja nicht live, aber der Austausch über die verschiedensten Kanäle hat mir schon oft geholfen. Sei es durch den Austausch  wichtiger Studienmaterialien oder einfach dadurch das geteiltes Leid manchmal halbes Leid ist. Fernstudium muss nicht notwendigerweise eine einsame Angelegenheit sein 🙂

 

 

Sommersemester 2015: Ergebnisse

Tja, jetzt sind sie da die Ergebnisse. Ich hatte mich ein bisschen gefürchtet weil diese  Klausurenphase insgesamt ein bisschen in die Hose gegangen ist. Das war zum Teil Pech (die Zugverspätung bei „Instrumente des Controlling oder die zusätzliche Hausarbeit die mir im Präsenzstudium aufs Auge gedrückt wurde) und zum Teil ganz einfache Doofheit (die ungünstige Zeiteinteilung in der BGB I Klausur).

Trotzdem bin ich im Nachhinein  ganz zufrieden mit dem Ergebnis. Ich habe 6 Module bestanden und damit einen neuen persönlichen Hagen Rekord aufgestellt. Außerdem habe ich in allen Modulen zumindest überdurchschnittlich abgeschnitten. Das Beste ist aber, ich habe endlich mein Zwischenzeugnis bestellt und dass heißt, ich werde vielleicht im Sommer schon fertig!

Ich werde jetzt die einzelnen Ergebnisse aus den Modulen kurz darstellen. Außerdem werde ich neben der Note immer auch das Perzentilband und die Teilnehmerzahl angeben denn ich habe gemerkt, das vermehrt auch interessierte Dritte diesen Blog mitlesen die mit den Noten nichts anfangen können.

Wichtiger als die Note ist jedoch, dass ich zu jedem Modul einmal kurz meine „lessons learned“ skizzieren.

Fangen wir also mit den WiWi Modulen an:

  1. Grundlagen des Privat und Wirtschaftsrechts                                         (Note: 3,0/ Obere 19,5% bei einem Schnitt von 4,0 und  359 Teilnehmern): Boa dieses Modul ey. Ich weiß auch nicht wie man dafür noch besser lernen soll. Jura als Kreuzchen-Klausur ist einfach eine ganz dumme Idee. Das einzige was mir wirklich geholfen hat war das mehrmalige durchkloppen der Skripte, meine Kenntnisse aus BGB I und die EA Sammlung die ein Kommilitone mir gemailt hatte (danke danke danke!!!!!!). Ich bin so froh das dieses Modul vom Tisch ist denn damit habe ich endlich den Pflichtteil abgehakt.
  2. Planen mit mathematischen Modellen                                                                      (Note 2,3/ obere 41,43% bei einem Schnitt von 2,7 und 70 Teilnehmern): Ärgerlich. Ich hatte dieses Modul genommen weil ich in mathematischen Fächern ganz gute Noten schreibe und die Klausuren vom Prof. Kleine echt fair sind. Hier würde ich jedem raten, auf jede Sekundärliteratur zu verzichten!!!! Ich habe viel zu lange Stoff gepaukt und hätte die Zeit gebraucht, um Klausuren zu üben. Dann wäre wohl auch ein etwas besseres Ergebnis drin gewesen.
  3. Instrumente des Controlling                                                                                     (Note 3,0 / obere 34,72% bei einem Schnitt von 3,7 und 219 Teilnehmern): Deutsche Bahn I hate you eine extrem verspätete Bahn hat mir hier eine halbe Stunde und damit eine sehr lösbare Aufgabe gekostet. Es ist einfach schade weil ich die Module vom Littkemann so Hammer finde. Mich interessiert Controlling total und jetzt muss ich überlegen ob ich das Modul überhaupt mit auf mein Zeugnis nehme oder es in den ll.B. verschiebe 😦   Außerdem habe ich nun Angst ob ich überhaupt noch eine Chance auf das Abschlussseminar und die Bachelorarbeit bei Littkemann bekomme. Insgesamt sehr sehr schade.
  4. Grundlagen des Marketing                                                                                 (Note 1,7/obere 4,84% bei einem Schnitt von 3,3 und 248 Teilnehmern): Hier bin ich sehr zufrieden. Meine „lessons learned“ habe ich bereits hier beschrieben.

Kommen wir zu den Modulen in Jura:

  1. BGB I                                                                                                                                      (Note 3,0/obere 33,6% bei einem Schnitt von 3,85 und 160 Teilnehmern): Gutachten Gutachten Gutachten! Es sagt sich so leicht, aber es ist einfach so. Die Rechtsprobleme zu erkennen und ihre Lösung zu wissen ist die eine Sache aber das ganze elegant kurz und knackig darzustellen ist die eigentliche Herausforderung. Ich mag Jura  Klausuren echt gerne aber die nötige Präzision fehlt mir unter Zeitdruck einfach noch. Ich werde mir wohl angewöhnen, regelmäßig mal einen Fall in Langform und unter Zeitdruck zu lösen statt immer nur Skizzen zu schreiben.
  2. Staats- und Verfassungsrecht                                                                                             (Note 2,3/obere 11,8% bei einem Schnitt von 3,96 und 160 Teilnehmern): Was für eine freudige Überraschung. Die vier Tage die ich für die Hausarbeit hatte habe ich im Grunde nur noch schemenhaft in Erinnerung.Schlafmangel, Bibliothekskaffee und hektisches Hinschreiben verschwimmen zu einer Suppe. Ich kann hier nicht wirklich eine „lessons learned“ herausziehen außer, dass „Parkinsons law“ tatsächlich funktioniert… hätte aber auch böse in die Hose gehen können.  Als ich die Hausarbeit halbtot in die Post gegeben habe hätte ich schwören können, dass das wohl nichts war. Jetzt bin ich glücklich 🙂

Fazit: Weniger Punkte als im Winter und ein etwas schlechterer Notendurchschnitt aber beklagen kann ich mich nicht. Insgesamt habe ich 90 ECTS (30 Präsenz- 60 Fernstudium) erworben  und ein komplett neues Fach angefangen. Alles dank der Fernuni.

 

 

Long time no see :-)

Direkt nach der Abgabe der letzten Arbeit ist am 01.10 mein neues Beratungsmandat losgegangen.  Ich fahre morgens um 6 meine Freundin zum Bahnhof und fahre dann ins Büro. Abends komme ich um 19:30 nach Hause, quatsche noch ein bisschen mit meiner Freundin und dann ist auch schon Schlafenszeit. Ich bin für acht Wochen bei eine mittelständischen Konzern in der Lebensmittelindustrie. Bis jetzt war die Erfahrung einfach der Knaller. Ich habe einen phänomenalen Einarbeitungsplan bekommen, habe Mitarbeiter und Führungskräfte  quer durch die gesamte Unternehmensgruppe kennengelernt und ein tolles Büro mit allem drum und dran zur Verfügung gestellt bekommen.  Ich  habe ein sehr interessantes Projekt  bekommen und sogar der Tagessatz passt ganz gut 😉 .  Irgendwie verstehe ich jetzt so richtig wo der Charm von Mittelständlern  liegt.

Nebenbei muss natürlich auch studiert werden. Die Klausurenphase war diesmal nicht der mega Hit und ich erwarte ein bisschen sorgenvoll die Einschläge. Gleichzeitig arbeite ich, nach Kräften daran, dass die nächste Klausurenphase wieder ein Win wird. Im Moment ziehe ich mir gerade BGB II/1 rein 🙂

Dabei bleibt das bloggen leider  ein bisschen auf der Strecke. Da ist noch Luft nach oben 😉

Der letzte Sprint

Ich schreibe gerade an der Hausarbeit für Staats- und Verfassungsrecht. Ich dachte ich hätte 8 Tage Zeit dafür, doch wie immer ist etwas dazwischen gekommen 🙂

So sind aus 8 Tagen 4 Tage geworden.

Ich verlass mich jetzt auf Parkinsons Law, meine versteckten Energiereserven und ganz viel Kaffee und versuchs einfach mal. Im schlimmsten Fall bekomme ich ein „nicht bestanden“ und  Korrektoren-Feedback mit dem ich den nächsten Durchgang besser schreibe.

Am Donnerstag sind dann  4 Monate ununterbrochen Klausuren und Hausarbeiten schreiben vorbei.

Ich freu mich schon aufs Wintersemester und hoffe du hast einen guten Start.