Studium 2016

Fast ein Jahr habe ich nichts mehr geschrieben. Der Vorteil: Ich kann jetzt ein ganzes Uni-Jahr in einem Post abhaken.

Kurz gefasst:

Sommersemester- Viele Module durchgearbeitet aber Klausurenphase verpasst weil  zu viele Termine bei der Arbeit,   mehrere Notizbücher vollgemacht mit Ideen für meine Masterarbeit in EB aber dann alles nochmal umgestellt inkl. Neustart im Wintersemester – insgesamt eher so semi.

Wintersemester- Seminar in WiWi gepackt, cooles Thema und ordentliche Note (1,7) und  gleich mal Bachelorarbeit angemeldet (hoffentlich dann ab April am Lehrstuhl Scherm) , jetzt vielleicht noch eine oder zwei Klausuren. Außerdem habe ich wieder unzählige Seiten Notizen für die Masterarbeit vollgemacht und den ganzen Spaß ENDLICH angemeldet. Das heißt ich habe jetzt einen verbindlichen Endtermin im April und kann das Projekt danach hoffentlich abhaken.

Lesson learned:

  • Das ist wohl ein Lebensthema von mir aber weniger ist immer noch mehr. Ich gehöre zu den Leuten, die gerne alles auf einmal machen würden und das ist halt Mist. Wer alles machen will schafft am Ende nichts und daher nehme ich mir immer wieder vor meine Ziele zu reduzieren wenn ich sie nicht erreiche (statt sie hochzuschrauben um Boden gutzumachen) und nichts neues anzufangen bevor das Alte nicht in trockenen Tüchern ist und überhaupt nicht so viel über das nachzudenken was ich noch alles machen könnte wenn ich nur… wie gesagt, dass ist wohl so ein  ewiges Thema für mich.
  • Klingt doof, aber frühzeitig Urlaub nehmen für die Klausuren hilft wohl. Klar, berufliche Verpflichtung geht vor aber zumindest ein frühzeitiges Blocken der Zeiträume im Outlook Kalender sollte verhindern, dass man „wichtige“ Termine eingestellt bekommt.
  • Deadlines sind ziemlich cool. Die größte Freiheit und Erleichterung in letzter Zeit habe ich gespürt als ich den Abgabetermin für meine Masterarbeit bekommen habe. Ich weiß jetzt wann es auf jeden Fall vorbei ist. Egal was passiert, dass Thema ist danach durch.

Planung für das Sommersemester 2016

Nachdem ich mit meinem letzten Post das Wintersemester 15/16 abgeschlossen habe gibt es jetzt ein kurzes Update zu meiner Planung für das Sommersemester 2016.

Ich habe mir das bescheidene Ziel gesetzt, zumindest ein paar mehr Punkte abzuholen als mir das im Wintersemester gelungen ist ohne das mein Job darunter leidet. Auf einer konzeptionell höher angesiedelten/abstrakteren Ebene ist das Ziel, ein wenig mehr Schwerpunktsetzung im Studium zu schaffen.

Hier also die angestrebten Leistungen für das Sommersemester:

  1. Masterstudium ablegen: Ich wollte eigentlich im letzten Semester die Arbeit abgegeben haben aber es gab ein paar Komplikationen auf der Suche nach einem Prüfer/einer Prüferin und so kommt es, dass hier noch eine ganz schöner Arbeitsberg auf mich wartet. Diese Aufgabe (ich bewerte sie jetzt mal mit den vollen 25 ECTS) hat auch dermaßen Priorität das ich notfalls (fast) allen anderen Uni-Kram hintenan stellen würde.
  2. BGB II/1 (10 ECTS): Letztes Semester musste ich die Hausarbeit doch wieder abmelden. In diesem Semester habe ich sie dafür auf zweitem Platz meiner Prioritätenliste.
  3. Strafrecht (10 ECTS): Passt mir eigentlich nicht so richtig in den Kram. Ist aber ein Pflichtmodul von daher eine einfache Entscheidung.
  4. Arbeitsvertragsrecht (5 ECTS)
  5. BGB II/2 (5 ECTS)

Ich habe außerdem noch das Modul „Marktforschung und sektorales Marketing“ hier rumliegen. Das hatte ich mit dem Hintergedanken belegt,meine Notenschnitt nochmal aufzuhübschen. Inzwischen glaube ich aber das dies doch der falsche Weg ist. Ich möchte mich unter Berücksichtigung der Anschlussfähigkeit an meinen Job ein bisschen mehr fokussieren und meine Modulwahl dazu mehr einschränken. Ich werde mich in WiWi auf die Themen Controlling, Organisation und strategische Planung, sprich auf die Lehrstühle Scherm, Weibler und Littkemann konzentrieren. Eventuell kommt im Master nochmal ein Baule Modul dazu weil mir Finanzwirtschaft sehr viel Spaß gemacht hat. Insgesamt möchte ich aber einen stärkeren Fokus schaffen der am Ende zu dem passen muss, was ich als mein persönliches Handwerk den Menschen um mich herum anbieten möchte.

Im Master Erwachsenenbildung habe ich mit einer ähnlichen Einschränkung bereits ganz gute Erfahrungen gemacht. Und der Schwerpunkt dort (Personal- und Organisationsentwicklung) passt dann auch zu meinem WiWi-Schwerpunkt.

In Rechtswissenschaften muss ich mir jetzt noch keine Gedanken über eine Schwerpunktsetzung machen. Hier ist der Wahlbereich eh recht klein und die Wahl relativ leicht. Ich werde wohl das Modul „Instrumente des Controlling“ aus dem WiWi Studium rausnehmen und in den ReWi Wahlbereich packen (wenn das noch geht) und die anderen Wahlmodule für „Unternehmensrecht“ nutzen.

 Zusammengefasst:  Wenn alles gut läuft schaffe ich dieses Semester mehr Fokus indem ich klare Prioritäten einhalte, Schwerpunkte setze und dafür auf (notentechnisch) attraktive Module verzichte und mich an das Pflichtprogramm halte. Außerdem schließe ich mein Masterstudium ab und habe dann im Winter vorerst ein Projekt weniger zu bearbeiten. Ich habe insgesamt Module und Leistungen im Wert von 55 ECTS geplant und ein Mindestziel >20 ECTS (zumindest einen Punkt besser als das letzte Semester). 

 

Abschluss Wintersemester 15/16

Die letzte Note ist eingetragen und das Wintersemester ist damit offiziell zuende.

Wie schon im letzten Post angerissen war ich an der Fernuni diesmal nicht ganz so aktiv. Insgesamt habe ich nur zwei Module abgeschlossen:

Finanzwirtschaft Grundlagen 2,0: Die Note ist ok aber da wäre deutlich mehr drin gewesen. Finanzwirtschaft Grundlagen ist ein wirklich gutes Wahlmodul für alle, die Investition und Finanzierung interessant fanden. Ein bisschen rechnen muss man schon aber das ist alles gut zu bewältigen.

Allgemeines Verwaltungsrecht 1,3: Allgemeines Verwaltungsrecht rettet mir so ein bisschen das Semester. Ich habe wirklich nicht mit so einer guten Note gerechnet (es fällt mir insgesamt noch ein bisschen schwer, bei Jura Klausuren die Note vorherzusagen).

Insgesamt bin ich mit den Noten dieses Semester zufrieden.

Deutlich besser muss dagegen die Leistungsmenge werden. Das ist jedoch leichter gesagt als getan. Ich verlasse jeden Morgens um 7:00 Uhr das Haus und komme Abends zwischen 19:00 und 21:00 Uhr wieder heim.  Mir bleiben damit  im Grunde nur die späten Abende und die Wochenenden zum lernen, Sport machen, Einkaufen, Schlafen  und vor allem für meine Freundin.

Ich komme im Moment ganz gut voran indem ich regelmäßige Sprint Sessions einlege. Ich bin mal gespannt wie weit mich diese Strategie in diesem Semester bringen wird…

 

 

 

Abgehakt

Ich habe mich in den vergangenen drei Monaten leider gar nicht mehr groß gemeldet. Nicht nur das, auch das Fernstudium habe ich stark reduzieren müssen. Irgendwie haben die wichtigen Termine auf der Arbeit  immer genau die Klausurtermine getroffen und da ich von Anfang an gesagt habe, dass der neue Job Priorität genießt habee ich im Endeffekt nur zwei Module ablegen können:

Finanzwirtschaft Grundlagen- Ein tolles Fach aber dank chaotischer Zustände in der Vorbereitung wird es wohl eher so semi gut ausgefallen sein.

Allgemeines Verwaltungsrecht- Eigentlich auch ziemlich cool aber leider gilt hier das Gleiche wie für die Finanzwirtschaft. Schlimmer noch, wenn ich ehrlich bin hüpfe ich vor Freude im Kreis, wenn ich nicht durchgefallen bin.

Ich warte jetzt auf die Ergebnisse und verspreche mir nicht zu viel. Insgesamt ein ziemlich ernüchterndes Ergebnis. Im besten Fall habe ich 20 ECTS geholt.  Eigentlich möchte ich auch gar nicht darüber bloggen sondern lieber still meine Wunden lecken aber genau dafür ist der Blog ja da. Hier also meine Analyse:

Ich habe insgesamt und systematisch den Energieaufwand unterschätzt den  das Neue erfordert.Um diese Aussage zu verstehen schauen wir uns mal das Gegenteil an.  Es ist leicht, bewährte Prozesse zu skalieren. Man sieht das an meinem tollen 105 Punkte Semester. Da habe ich mit WiWi und Erwachsenenbildung nur Dinge studiert,bei denen mir die grundlegenden Wissensstrukturen und Denkmuster bekannt waren. Nicht zuletzt die ursprüngliche „Hagen Challenge“ bei der ich mich ein Semester nur auf WiWi konzentriert habe hatte dazu beigetragen, dass ich bereits entwickelte Routinen nur noch wiederholen musste. Bei der Neueinführung von ReWi habe ich so ein bisschen gedacht, dass ich den Hagen Code geknackt hätte und meine Routinen und Denkgewohnheiten aus WiWi einfach auf ReWi anwenden muss. Das letzte Sommersemester hat mich da schon eines besseren belehrt aber so ganz habe ich wohl doch noch nicht daraus gelernt. Neues  braucht Ruhe, ein bisschen Leidensbereitschaft  und kostet insgesamt eben ganz schön intellektuelle Bandbreite.

Zu dem neuen Fach, ReWi kommt in diesem Semester auch noch  der neue Job. Nebenberuflich studieren erfordert einfach ganz andere Routinen und auch das habe ich wohl ein bisschen unterschätzt.

Abschließend bleibt mir wohl nichts anderes übrig als die Herausforderung anzuerkennen und anzunehmen.

Das heißt erstmal auf die Bremse treten. Ich fahre in allen Bereichen ein bisschen zurück und sortiere mich neu. In den nächsten Wochen schreibe ich meine Seminararbeit und dann taste ich mich vorsichtig in das Sommersemester vor.  Das Sommersemester bekommt einen starken ReWi Fokus garniert mit dem hoffentlich endgültig abgeschlossenen Masterstudium und einer ganz kleinen Prise WiWi (das Seminar steht an). Ich werde dabei die Klausurtermine rechtzeitig bei meinem Chef anmelden so das ich die Klausuren die ich mir vornehme  auch schreiben kann und ich werde insgesamt deutlich weniger machen als bspw. für das letzte Semester geplant war.

Die genaue Planung für das Sommersemester 2016 werde ich in meinem nächsten Post diskutieren. Bis dahin wünsche ich dir alles Gute und eine erfolgreiche Woche.

 

Mathias

Lernen lernen…in fragmentierten Zeiten

In den vergangenen Wochen habe ich mich gut im neuen Job eingelebt. Auch dank einem tollen Einarbeitungsplans. Ich habe im Vergleich zur Einarbeitung im Praktikum viel mehr Einblicke in die Produktion bekommen. Das war sehr wichtig weil man ein produzierendes Unternehmen ja doch immer vom Produkt aus denken muss. Neben dem Einblick in die fachliche Seite unseres Geschäfts habe ich ganz viele, phänomenale Kollegen kennengelernt. Die Folge, auch wenn ich mit Sicherheit immer noch keine Detailfragen über einzelne Funktionsbereiche beantworten könnte, ich weiß doch immer, wen ich anrufen kann.

Auch Hagen läuft ganz gut. So finde ich eigentlich recht viel Zeit vor und nach der Arbeit, bzw. am Wochenende um mich auf die anstehenden Klausuren vorzubereiten. Problem ist nur, meine Zeit ist total fragmentiert. Selbst am Wochenende habe ich kaum mal 3-4 Stunden am Stück um mich wirklich mit einer Aufgabe zu befassen.

Meine Lösung bis jetzt: Ich habe alle Aufgaben bis zur Klausur in „big chunk“ und „small chunk“-Aufgaben zerlegt. „Big chunk- Aufgaben“ sind Aufgaben, die Kreativität und Fokus brauchen. Typischerweise könnte das ein Essay, oder eine Hausarbeit, oder das Lernen eines sehr komplexen neuen Inhaltes sein. Diese Aufgaben braucht man gar nicht erst anzupacken wenn man nur eine Stunde zur Verfügung hat.

„Small chunk“-Aufgaben sind Aufgaben, die sich in winzige Häppchen zerlegen lassen. Im Moment ist das unbestimmtere die Zusammenfassung von „Marktforschung und sektorales Marketing“ auf Lernkarten. Lernkartenschreiben kann ich sogar abends im Hotel noch für eine halbe Stunde und habe eben eine halbe Stunde von dem Berg an noch zu schreibenden Lernkarten abgearbeitet. Viele halbe Stunden über die Woche verteilt können dabei eine Menge ausmachen.

Mein Ziel für die nächsten Wochen der Klausuremphase ist es, immer eine solche kleine Aufgabe parat zu haben und die kleinen Zeitfenster die sich auftun diszipliniert zu nutzen.

Wie gehst du mit dem Problem der fragmentierten Zeit um.

 

 

Berufstätig

Am Montag hatte ich meinen ersten Tag im neuen Job. Ich muss sagen ich hab mich echt auf den Start gefreut, aber ich war trotzdem überrascht wie gut es sich anfühlt, endlich „richtig“ dabei zu sein. So viele Sachen sind neu und ziemlich cool, erstes eigenes Auto, erstes Gehalt, erstes eigenes Büro und und und… Ich hab Spaß 🙂

Das mit dem Auto war gar nicht so einfach. Es stellt sich raus, dass niemand einem Berufsanfänger einen Autokredit geben mag und so musst ich lange nach was ordentlichem gebrauchten suchen. Das dabei ein Opel-Astra Kombi rauskommt hätte ich nicht gedacht (Familienkutsche und so). Aber schon nach nen paar Tagen will ich nie wieder einen Kleinwagen fahren (post-hoc Rationalisierung 😉 ).

IMG_4143.JPG

Ich bin übers Wochenende in der Provinz bei meinen Schwiegereltern und werde die nächste Woche jeden Morgen 1,5 Stunden von da zur Arbeit fahren.Meine Schwiegereltern sind in Namibia bei meinem Schwager und mein Schatz und ich hüten das Haus bzw. die Katzen.FullSizeRender.jpg

Tja, damit das hier kein absoluter Off-Topic Post wird kurz noch was zum Fernstudium.  Ich war an den Abenden immer schön fleißig und habe Lernkarten geschrieben das ging auch echt gut. Nur am Wochenende habe ich leider nicht ganz so viel geschafft wie für die Woche geplant war. Das soll nächste Woche mal besser werden.

Dann schreibe ich auch mal über die kleinen Tricks die ich mir bis jetzt ausgedacht um auch nach einem langen Tag noch nen bissl was zu studieren 🙂

 

Schönen Sonntag euch allen.

Abschlusseminar ich komme?!

Frag mich nicht wie ich dazu gekommen bin, mich dafür zu melden aber ich habe einen Platz für das Abschlussseminar im Bachelorstudium am Lehrstuhl für Statistik. Während mir das Seminar noch nicht so viel Kopfzerbrechen bereitet (es sind sehr sehr coole Themen für die man noch kein Mathecrack sein braucht dabei), muss ich doch ein bisschen schlucken, wenn ich mir vorstelle, eine Abschlussarbeit in Statistik zu schreiben.

Auf der anderen Seite sind alle Kommilitonen die bei Prof. Singer geschrieben haben sehr zufrieden gewesen. Das ermutigt mich, es anzupacken.

Ein Problem ergibt sich aber. Prof. Singer nimmt nur Studierende für die Abschlussarbeit, die auch sein B-Modul „Multivariate Verfahren“ abgelegt haben. Der aufmerksame Leser dieses Blogs weiß, dass ich dieses Modul zwar belegt habe, aber es aus guten Gründen im vergangenen Semester nicht geschrieben habe.

Jetzt starte ich also in dieses Modul, in einem Semester wo ich außerdem meine Masterarbeit  und 5 andere Module schreibe und ab dem 11.01. in meinen ersten Job starte. Außerdem muss die Gliederung für das Seminar mitten in der Klausurenphase eingesandt werden.

Die Lösung: Ich werde mir für Statistik eine Nachhilfe suchen, jemand der so fähig ist, dass er mir den Stoff an wenigen Samstagen reinprügeln kann (ich hab schon jemanden im Visier 😉 ). Bei den Jura Modulen werde ich meine Notenrestriktion ein bisschen lockern und bei den andern beiden WiWi Modulen einfach meinen Prozess durchziehen wie immer. Dann sollte das wohl klappen.

Tief durchatmen, Prioritäten nicht aus den Augen verlieren und dann Vollgas.

Die nächsten 4 Monate werden die intensivsten meines bisherigen Lebens. Höchste Zeit, ruhig zu bleiben.